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Ringwall Wüstegarten bei Jesberg PDF Drucken E-Mail
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Mittwoch, 9. April 2008

wuestegDass der Wüstegarten in vorgeschichtlicher Zeit von Menschen aufgesucht wurde, ist auf dem Gipfelplateau an Überresten einer großen keltischen Ringwallanlage und an den Resten von steinzeitlichen Hünengräbern zu belegen. Der Ringwall stammt aus der Eisenzeit im 1. Jahrtausend v. Chr.. Das Oval misst 200 m x 140 m Fläche. Der heute noch erhaltene Steinwall ist 7 m breit. 1963 wurde der Ringwall ausgegraben und archäologisch untersucht. Man stellte fest, dass die Steine eine Außen- und Innenfront bilden. Der Wall war ursprünglich 4 m breit. Hölzerne Ein- bzw. Aufbauten konnten nicht nachgewiesen werden.

 

1475 wurde der Wüstegarten erstmalig als der wuste Garten urkundlich erwähnt. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde die Wallanlage mit den Bezeichnungen Heulburgk, Hulnburgk, Hedelberg und Heidelberg in Schriften erwähnt.

Der Wüstegarten, der mit 675 m ü. NN der höchste Berg des Kellerwalds und des Schwalm-Eder-Kreises ist, befindet sich im westlichen Teil Nordhessens (Deutschland). Zusammen mit seinen sich nordöstlich anschließenden Nebengipfeln Hunsrück (636 m) und Sauklippe (584 m) bildet der er den Bergkamm Keller (auch Hoher Keller oder Hoher Kellerwald genannt). Innerhalb der Obereinheit "Kellerwald" bildet der Keller zusammen mit seinem südwestlichen Nachbarn Jeust (585 m) den Naturraum Nr. 344.00 "Jeust und Keller".

Wegbeschreibung

Der Kellerwaldturm, der auf dem waldreichen Wüstegarten schon aus großer Entfernung zu erkennen ist, kann auf kürzestem Weg wie folgt aufgesucht werden: Wer aus Richtung Norden bzw. Süden von der B 3 kommt, biegt in Jesberg bzw. Gilserberg von der Bundesstraße ab. Von Jesberg fährt man über den Ortsteil Densberg nach Gilserberg-Schönstein bzw. von Gilserberg über den Ortsteil Moischeid nach Schönstein. Anschließend fährt man (aus beiden Richtungen kommend) über Dodenhausen in Richtung Haddenberg, beides Ortsteile von Haina, und biegt auf einer Anhöhe am höchsten Punkt der Landstraße nach rechts in einen geschotterten Feldweg ab. Nach etwa 500 m kommt man zum Waldrand. Dort kann man das Auto auf Rand des Weges abstellen. Weil der Gipfel des Wüstegartens mit dem Auto nicht erreichbar ist, folgt man von dort der nachfolgend ab Haddenberg beschriebenen Wanderroute.

Zum Kellerwaldturm auf dem Wüstegarten führen mehrere Wanderwege. Solche beginnen in Densberg, Bergfreiheit und bei Haddenberg. Der kürzeste Aufstieg fängt am unter "Anfahrt" erwähnten Waldrand bei Haddenberg an. Von dort sind zum Turm etwa 3 km durch den ausgedehnten Buchenwald, aber auch vorbei an Nadelbäumen zurückzulegen. Es sind etwa 200 m Höhenunterschied zu bewältigen. Man folgt dem Wanderweg B4 oder dem Kellerwaldsteig K. Bei dem Aufstieg kommt man an einer Holzarbeiterhütte dem Exelmerstein, der Mausefalle und an dem Ringwall auf dem Bergkamm vorbei. Für den Aufstieg benötigt man 45 Minuten. Im unteren und mittleren Bereich des Weges läuft man auf einem breiten Weg, im oberen Bereich des Bergs auf einem Pfad. Von Densberg biegen Sie am besten von der Hauptstraße in die Ringwallstraße ein und fahren bis zum Parkplatz. Von dort erreichen Sie den Wüstegarten auf gut ausgebauten Wanderwegen.

 

Bilder

Literatur

Grieben-Reiseführer: Oberhessen, Kurhessen und Waldeck. Band 230, Karl Thiemig Verlag, München 1981, S. 160

Eduard Brauns: Wander- und Reiseführer durch Nordhessen und Waldeck. Bernecker Verlag, Melsungen 1971, S. 180

Karl E. Demandt: Geschichte des Landes Hessen. Johannes Stauda Verlag, Kassel 1980, S. 88 u. 89

 

Quellen

http://www.wikipedia.de

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